edition fünf
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Gina Kaus

Die Schwestern Kleh

Roman
edition fünf (Band 20)

Mit einem Nachwort von Edda Ziegler

Ganzleinenband, fadengeheftet, mit Prägung,
Geschenkbanderole und Lesebändchen, 350 Seiten
€ (D) 21,90
€ (A) 22,60

ISBN 978-3-942347-36-1

Erschienen August 2013
Die Schwestern Kleh
Inhalt

Ein wohlgehütetes Geheimnis – und die fatalen Folgen

Eine Gouvernante blickt zurück auf die Jugend ihrer Zöglinge, der Töchter des Juweliers Kleh in Wien. Mit beiden hat es ein tragisches Ende genommen ...

Die Schwestern Irene und Lotte sind einander liebevoll zugetan. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während Irene prädestiniert scheint für ein Leben als Ehefrau und Mutter, träumt die temperamentvolle Lotte zwar von der Liebe, möchte aber vor allem Schauspielerin werden und die Welt bereisen.

Bei der Irenes Verlobung begegnen sich der Bräutigam und die schöne Lotte zum ersten Mal. Und sie verlieben sich auf den ersten Blick unsterblich ineinander. Auf Drängen der Gouvernante verleugnen beide ihre Gefühle und gehen getrennte Wege – doch das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Elegant erzählt Gina Kaus ein Liebesdrama voller Verstrickungen und Lebenslügen. Dabei spannt sie ihren Bogen von der Jahrhundertwende bis zur Weltwirtschaftskrise. Ein lebendiges Porträt der »Neuen Frau« des frühen 20. Jahrhunderts.
Zur Autorin
Gina Kaus
© Ullstein Bild / Trude Fleischmann

Gina Kaus (1893-1985), Wienerin, gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen der Zwanzigerjahre. Sie schrieb Theaterstücke und Romane und führte das verwegene Leben einer »Neuen Frau«. 1933 wurden ihre Bücher von den Nazis verbrannt und »Die Schwestern Kleh« mussten in Amsterdam erschienen. 1938 kehrte sie Europa den Rücken und zog nach Los Angeles, in Hollywood wurden ihre Werke erfolgreich verfilmt.

Pressestimmen

»Gina Kaus spürt mit feiner und durchsichtiger psychologischer Meisterschaft Charakterzügen nach.«
Die Rheinpfalz

»Sie schrieb so gut wie, wenn nicht besser als ihre Freundin Vicki Baum.«
Hilde Spiel

Textauszug

Ich half Lotte Gläser herbeischaffen und holte den Eiskübel. »Was hat denn die gute Lisbeth?« fragte Lotte, »sie sah doch ganz zerschlagen aus.«

»Sie ist dahintergekommen, dass Winterfeldt sie nur um ihres Vaters und um ihres Geldes willen geheiratet hat.«

Lotte lachte. Es schien mir roh. »Schweig«, sagte ich. Sie wurde sofort ernst.

»Lotte!« rief eine hohe kreischende Frauenstimme aus dem Salon, »Willst du uns verdursten lassen?«

Als ich eine Viertelstunde später in meinem Schwarzseidenen in den Salon kam, erkannte ich ihn kaum wieder: Alle Möbel waren von ihren Plätzen gerückt und in eine Ecke geschoben. In einer anderen Ecke war mit Teppichen und vielen Kissen eine Art Lager errichtet.

In der Mitte des Raumes tanzten einige Paare. Auch Lotte tanzte. Ihr Gesicht lag auf der Schulter des jüngeren Timmermann und war gänzlich ausdruckslos.

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© Edition Nautilus GmbH - Gestaltung: Maja Bechert