Utopien für Hand und Kopf

William Morris

Kunde von Nirgendwo

Roman

Aus dem Englischen von
Natalie Liebknecht und Clara Steinitz,
durchgesehen von Wilhelm Liebknecht;
durchgesehen und vervollständigt von Sarah Janke
Vorwort von
Marcel Seehuber

Großformat, 288 Seiten,
Broschur mit Schutzumschlag
durchgehend illustriert
€ (D) 28,–

ISBN 978-3-96054-020-5

Erschienen August 2016
Kunde von Nirgendwo
Inhalt

»Ja, so soll es sein! Und wenn andere die neue Welt sehen können, wie ich sie gesehen habe, dann kann man, was ich erlebt, eher Gesicht nennen als einen Traum.« William Morris

William Morris‘ sozialistische Utopie Kunde von Nirgendwo spielt mit der Wortbedeutung von U-topia als Nicht-Ort. Dabei ist sein Roman sehr genau verortet, nämlich im Londoner Vorort Hammersmith. Dort geht gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann mittleren Alters nach einer hitzigen Diskussion im Debattierklub zu Bett – um über hundert Jahre zu schlafen. Als er aufwacht, findet er die Großstadt in eine ländliche Idylle zurückgebaut, die Umweltzerstörungen sind rückgängig gemacht, in der Themse kann man gar Lachse fangen. Er stellt fest, dass Geld und Eigentum abgeschafft wurden, es herrscht Tauschwirtschaft, Berufe werden nach Neigung und Laune gewechselt; die Kinder lernen nicht in der Schule, sondern im Leben und sowieso nie aus…

William Morris‘ Vorstellung eines utopischen London konstrastierte aufs Schärfste mit der Realität seiner Zeit der rücksichtslosen Industrialisierung, Verelendung, Verseuchung. Morris‘ Utopie, die die individuelle Freiheit genauso hochhält wie gesellschaftliche Veränderungen, ist damit noch immer gültig.

Marcel Seehuber, Co-Filmemacher von Projekt A, hat dem Roman ein aktuelles Vorwort vorangestellt.

Inhaltsverzeichnis

Zum Autor

William Morris 1834–1896, Maler, Architekt, Kunstgewerbler, Ingenieur und Drucker, war auch ein Begründer der sozialistischen Bewegung in England und ein Utopist. Seine Kunde von Nirgendwo hat viele utopische Entwürfe inspiriert.

Textauszug
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