Robert Brack
Nachtkommando
KriminalromanOriginalveröffentlichung
Gebunden mit Schutzumschlag, 224 Seiten
€ (D) 7,90 Sonderpreis
€ (A) 8,20
ISBN 978-3-89401-287-8
Erschienen 1998

Mr. Kawai, ein schwerreicher Japaner, hat genug. 50 Millionen Dollar, um genau zu sein. Er tritt in den Ruhestand. Fortan kreuzt er mit seiner gesamten Barschaft auf einer Superyacht durch die Weltmeere. Außerdem an Bord: die Pläne für einen Decoder, der den Empfang von über 1000 TV-Kanälen in ganz Europa ermöglicht.
Ganz besonders interessiert ist der deutsche Medienmogul Leonard Kapelli. Aber auch die Franzosen haben im internationalen Geschäft einiges aufzuholen, nachdem ihr Satellit Jeanne d'Arc eines schönen Tages hoch über dem zugefrorenen Berliner Weißensee, auf dem die bezaubernde Lis Lisenfeld gerade ihre Pirouetten drehte, explodiert ist.
Ein Roman über die offizielle Medienmacht und ihren Preis, der in der Halbwelt ausgehandelt wird.

© Charlotte Gutberlet
Robert Brack, Jahrgang 1959, lebt in Hamburg. Als Virginia Doyle ist er bekannt für seine historischen Kriminalromane. Er wurde mit dem »Marlowe« der Raymond-Chandler-Gesellschaft für Das Mädchen mit der Taschenlampe und mit dem »Deutschen Krimi-Preis« für Das Gangsterbüro ausgezeichnet (beide Edition Nautilus). Zuletzt erschien in der Edition Nautilus Und das Meer gab seine Toten wieder (2008).
Aktuelle Lesungen von Robert Brack sind immer zu erfahren unter www.gangsterbuero.de
Weitere Titel in der Edition Nautilus:
Blutsonntag
Haie zu Fischstäbchen
Kalte Abreise
Lenina kämpft
Schneewittchens Sarg
Und das Meer gab seine Toten wieder
Unter dem Schatten des Todes
Es gab immer noch eine weitere Möglichkeit, nämlich diejenige, mit der man nicht gerechnet hat. Die schlimmste. Rugers demoliertes Gesicht verzog sich zu einem schmerzhaften Grinsen.
Es waren die beiden jungen Typen aus der Bar. Die mit den Trainingshosen, den Riesenturnschuhen und den Bomberjacken. Auf ihrem Rücken stand in großen weißen Buchstaben, um wen es sich hier handelte und wo sie herkamen. SARAJEVO HOMEBOYS, und darunter in kleinerer Schrift: University of Hate, Bosnia.
Alles klar, dachte Ruger ratlos, jetzt weiß ich, wo sie herkommen. Die Frage ist nur, ob noch Zeit haben werde herauszufinden, was sie hier wollen.