Léo Malet
Das Leben ist zum Kotzen
Schwarze Trilogie 1Kriminalroman
Broschur, 144 Seiten
€ (D) 12,90
€ (A) 13,30
ISBN 978-3-89401-391-2
Ein illusionsloser Außenseiter, der zum Gauner und Mörder wird, ist die Hauptfigur im ersten Teil der Schwarzen Trilogie. In diesem Action-Krimi zeichnet Malet das Bild eines Menschen in wilder Revolte gegen die Gesellschaft und gegen sich selbst.
Der Roman erzählt von einer Gruppe junger Rebellen, die nach dem Vorbild der Bonnot-Bande Geld für einen Bergarbeiterstreik beschafft. Als die Aktion blutig ausgeht, wird sie vom anarchistischen Komitee verurteilt, und die Gruppe macht auf eigene Rechnung weiter. In der Spirale von Illegalität und Kriminalität gefangen, bricht ihre Gemeinschaft auseinander. Neid entsteht, Einsamkeit, Verrat. Der Held hat ein Leben voller Fehlschläge und Frustrationen hinter sich und keine Perspektive vor sich. Träume und Phantasien von Liebe sind kurze Illusionen. Einziger Ausweg aus seinem Sklavenleben scheint ihm »das Böse«. Sein selbstzerstörerischer Amoklauf ist durch nichts mehr aufzuhalten.
Léo Malet (1909-1996), Anarchist, Surrealist, Chansonnier, Verfasser von ca. 50 Kriminalromanen, veröffentlichte 1943 120, rue de la Gare als ersten der berühmten Nestor-Burma-Krimis. Malet erhielt für seine Kriminalgeschichten drei Preise, vier seiner Bücher wurden verfilmt.
1947/1948 schrieb Malet die Schwarze Trilogie, die mit ihren surrealistischen Einflüssen eine Sonderstellung in der Krimi-Literatur einnimmt.
Weitere Titel in der Edition Nautilus:
Angst im Bauch
Die Sonne scheint nicht für uns
Schwarze Trilogie
»Es ist der endlose unaufhaltsame Abstieg des
Individuums, den Léo Malet hier auf bravouröse Art und Weise mit literarischen
Mitteln durchexerziert.«
Urner Wochenblatt
»Obwohl ,Das Leben ist zum Kotzen' ein brutaler Kriminalroman mit geradliniger direkter Erzählweise ist, setzt Malet immer wieder Gesellschaftskritik an und beleuchtet die psychologische Motivation seines nach Idealen suchenden Protagonisten.«
VorSicht
»Gerade der Gebrauch gewisser surrealistischer Techniken sowie das Fortleben eines anarchistischen Ideals geben der Schwarzen Trilogie die Originalität, an der es so vielen zeitgenössischen Romanen mangelt, in denen sich das ,Schwarze' als eine ungeschickt eingesetzte Tünche entpuppt.«
Francis Lacassin
