Belletristik / Krimi / Unterhaltung

Deutscher Krimi-Preis 2008

Andrea Maria Schenkel

Kalteis

Roman

Originalveröffentlichung
Broschur, 160 Seiten
€ (D) 12,90
€ (A) 13,30 / sFr 22,70

ISBN 978-3-89401-549-7

Erschienen Juni 2006
Kalteis
Inhalt

München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt – auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Nach dem großen Erfolg ihres Debüts Tannöd erweist sich Andrea Maria Schenkel mit ihrem zweiten Roman als Meisterin des Genres. Auch diesem Kriminalroman liegt ein authentischer Fall zugrunde, den die Autorin stilsicher bearbeitet: Johann Eichhorn wurde 1939 wegen vielfacher Vergewaltigung und Mord in München in einem Schnellverfahren verurteilt und hingerichtet.

Das Buch kann man sich ab sofort auch bei http://www.textunes.de für den iPhone oder iPod kostenpflichtig herunterladen.

Zur Autorin
Andrea Maria Schenkel
© Classic Foto Regensburg

Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, lebt in der Nähe von Regensburg. 2006 erschien ihr Debüt Tannöd, mit dem sie großes Aufsehen erregte. Der Roman wurde 2007 mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Friedrich-Glauser-Preis und der Corine, 2008 mit dem Martin Beck Award für den besten internationalen Kriminalroman ausgezeichnet. Das Buch verkaufte sich bisher eine Million Mal und wurde in bislang 20 Sprachen übersetzt, es wird zurzeit fürs Kino verfilmt. Es gibt eine Hörbuch- sowie eine Hörspielfassung. Auch sind bereits mehrere Theaterinszenierungen auf deutschsprachigen Bühnen zur Aufführung gekommen. Für ihr zweites Buch Kalteis, das im Herbst 2007 erschien, bekam sie erneut begeisterte Kritiken und erhielt zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Krimi Preis. Eine Verfilmung unter der Regie von Hark Bohm ist geplant. Bislang sind 260.000 Exemplare verkauft worden. Ihr dritter Roman Bunker erschien im Frühjahr 2009.

Wer mehr über die Autorin erfahren möchte:
www.andreaschenkel.de

Weitere Titel in der Edition Nautilus:
Bunker
Tannöd
Tannöd (Geschenkausgabe)

Termine
Andrea Maria Schenkel liest aus Tannöd:

Prien | Freitag, den 24. September | Kleiner Kursaal Prien, Alte Rathausstr. 11 | Vorverkauf 10 € / Abendkasse 12 € | Karten: Bücherei Prien 08051-690533 | Veranstalter: Priener Tourismus GmbH / Bücherei
Alle Termine unserer Autoren finden Sie auf unserer News-Seite
Pressestimmen

»A. Neumann: ›Die neue Schenkel: lakonisch, sensibel, hart an den Fakten. Es geht um Kathie (hauptsächlich), Gerda (überlebt), Walburga, Kuni, Herta, Erna (die zuerst stirbt) und Marlis.‹
D. Kügow: ›Mit Vernehmungsprotokollen und viel poetischem Einfühlungsvermögen spürt die Schenkel der Erlebniswelt von Frauen im München der 30er-Jahre hinterher. Es geht um das weibliche Innenleben und um soziale Härte in der angehenden Großstadt München, um Faschismus nur am Rande und natürlich vor allem um die – auf Wahrheit beruhenden – Lustmorde an einigen dieser Damen.‹
A. Neumann: ›Unser Rezensent ist von ›Kalteis‹, dem zweiten Roman von Andrea Schenkel, ...‹
A. Ammer: ›noch mehr begeistert als vom fulminanten Vorgänger ›Tannöd‹, ein Kunststück!‹
D. Kügow: ›... denn die Schenkel findet in ›Kalteis‹ für die Brutalität des Sittlichkeitsverbrechens eine erschütternd schnörkellose und doch ausgefeilte Sprache.‹
A. Neumann: ›Obendrein schwingt sie sich in ihren Münchner Genreskizzen der 30er-Jahre zu einer prägnanten Einfachheit und Größe hinauf, die sich an Oskar Maria Graf messen lässt. Das ist ...‹
A. Ammer: ›... eine ganze Menge Holz für einen Unterhaltungsroman und deshalb viel mehr als solchen.‹
A. Neumann: ›Unser Rezensent will's noch einmal sagen:‹
A. Ammer: ›Ein Meisterwerk‹.«
Andreas Ammer, Bayerischer Rundfunk, »Diwan« Büchermagazin

»Unheimlicher ist selten aus dem Herzen deutscher Finsternis berichtet worden als in dieser bajuwarischen Schauermär.«
Die literarische Welt, (Beilage der Welt)

»Sätze wie Kartoffeln: klein, hart und winterfest – Andrea Maria Schenkel hat auch mit ihrem zweiten Buch ›Kalteis‹ wieder einen historischen Kriminalroman geschrieben.«
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung

»Von Null auf Hundert! Im Vorjahr kam der Erstling ›Tannöd‹ heraus und Deutschland hatte eine neue Krimiautorin! Auch der zweite Krimi im bäuerlichen Milieu, ›Kalteis‹, eroberte im Nur die Charts. Und das, obwohl die Plots sehr düster sind.«
Literarische Genuss *** Spannung *** Suchtfaktor ***
Woman Österreich

»Empathie ist ein rares Gut, und nur wenige verstehen sie so zu wecken wie Andrea Maria Schenkel. In ›Kalteis‹ gelingt ihr das noch eindringlicher. (...) ›Kalteis‹ trifft ins Herz. Nicht nur durch die Schilderung des Milieus, die Schenkel den Erzählungen ihrer Großmütter und Tanten verdankt. Deren Sehnsüchte sind in den Träumen Kathies aufbewahrt. ›Kalteis‹ ist ein Kriminalroman besonderer Art. Der literarische Mord, den wir im Krimi voller Lustangst genießen, um uns seine Wirklichkeit vom Leibe zu halten, wird hier schmucklos ins Erleben zurückgeholt und erschüttert umso mehr.«
Tobias Gohlis, Die Zeit

›Kalteis‹ folgt auf ›Tannöd‹: ebenso gut, genau, erschütternd.«
KrimiWelt-Bestenliste August 2007

»Mit Kalteis hat Andrea Maria Schenkel ihre Krimikunst sogar noch verfeinert. Fesselnd erzählt, klug komponiert, mit Mut zur Pause, zum Schweigen und zum Widerspruch.«
Brigitte

»Ihr Debüt ›Tannöd‹ war die Krimiüberraschung des letzten Jahres. Nicht zuletzt für die Autorin selbst. Jetzt legt Andrea Maria Schenkel nach – mit ihrem zweiten Roman ›Kalteis‹, der ebenfalls auf einem authentischen Fall beruht. Ein Buch, in dem sie ihre Leser noch unerbittlicher in die Abgründe der menschlichen Natur blicken lässt.«
Fridtjof Küchemann, Brigitte Woman

Leseprobe

Wie es mir dann wieder besser gegangen ist, da bin ich dann weiter Richtung Aubing. Heim wollt ich. Mich hinlegen.
Meinen Rausch ausschlafen.
Kurz vor Aubing ist mir dieses Mädchen über den Weg
gelaufen. Eine Milchkanne hats getragen. Und »Grüß Gott«
hats gesagt.
Ich bin ein Stück neben ihr her gelaufen. Unterhalten haben
wir uns. Alles ganz harmlos.
Ein nettes Mäderl war das. So freundlich.
Da hab ich sie dann gepackt.
Mit meinen Händen hab ich ihr um den Hals gegriffen und sie in den Schnee gedrückt. An alles Weitere kann ich mich nicht erinnern. Nur daran, dass ich sie gepackt hab, am Hals, und in den Schnee drückte.
Ich kann mich nicht mehr erinnern. Warum sollte ich Sie anlügen? Ich würde
Ihnen schon sagen, wenn ich mich noch erinnern könnt. Das können Sie mir
schon glauben. Ich hab doch an dem Abend ganz schön was getrunken.
Nüchtern hätte ich die doch nie gepackt. Wäre ich doch zu so
etwas nie fähig. Nie hätte ich so was getan. Nie. Ich bin doch ein
verheirateter Mann. Ich hab Kinder.

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