Belletristik / Krimi
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Gail Jones

Ein Samstag in Sydney

Roman

Aus dem Englischen
von Conny Lösch

Deutsche Erstausgabe
geb. mit Schutzumschlag,
256 Seiten
€ (D) 22,–
€ (A) 22,70

ISBN 978-3-89401-778-1

Erschienen August 2013
Ein Samstag in Sydney
Inhalt

An einem strahlenden Sommertag kreuzen sich die Wege von vier Menschen am Hafen von Sydney, in der Nähe der berühmten Oper. Scharen von Touristen vermischen sich hier mit Einwohnern der Stadt. Alle vier tragen an ihrer Geschichte: Ellie erinnert sich an ihre Liebe zu James als Vierzehnjährige in der kleinen Provinzstadt, in der sie aufwuchsen. James ist besessen von einer Tragödie, für die er sich verantwortlich glaubt. Catherine trauert um ihren Bruder Brendan, der vor einigen Jahren in Dublin starb. Und Pei Xing fährt jeden Samstag nach Sydney, um einer einstigen Lageraufseherin aus Pasternaks Doktor Schiwago vorzulesen.

Gail Jones folgt diesen Figuren durch Sydney, auf ihren eigenen und doch verbundenen Wegen, eingehüllt in Erinnerungen, Schuld und Bedauern, während die Stadt um sie herumwirbelt. Aber es ist eine fünfte Figur, ein Kind, dessen Anwesenheit am Hafen diesen Tag bestimmt.

»Ein Samstag in Sydney« ist ein tief berührender Roman über Liebe, Verlust und die Last der Vergangenheit.

Das Buch ist auf den Shortlists für den Victorian Premier’s Literary Award 2012 und den australischen Festival Award for Literature 2012 und auf der Longlist für die Australian Literary Society Gold Medal 2012


Zur Autorin
Gail Jones
© Jan Schenck

Gail Jones, geb. 1955 in Westaustralien. Hat bisher zwei Erzählungenbände und fünf Romane veröffentlicht. Ihre Bücher sind im englischsprachigen Original mehrfach ausgezeichnet.

Ihr erster Roman, Black Mirror, wurde mit dem ›Nita B. Kibble Award‹ ausgezeichnet. Er war in der engeren Auswahl für den ›IMPAC Award 2004‹ und nominiert für den ›Age Book of the Year Award‹ und den ›Brisbane Courier Mail Book of the Year Award‹. Ihr zweiter Roman Sixty Lights erschien 2004 und war für den ›Booker Prize‹ nominiert. 
Perdita, im Original unter dem Titel ›Sorry‹ erschienen, stand 2008 auf der Shortlist des Miles Franklin Award und auf der Longlist des Orange Prize. Die französische Übersetzung wurde für den Prix fémina étrangère nominiert.

Ihren neuesten Roman Ein Samstag in Sydney schrieb sie nach einem erstmals ausgeschriebenen Stadtschreiber-Stipendium in Schanghai.

Derzeit lehrt sie als Professorin für Kreatives Schreiben an der University of Western Sydney und forscht über die sozialen Dimensionen des Lesens und Schreibens.

Weitere Titel in der Edition Nautilus:
Der Traum vom Sprechen
Perdita
Sechzig Lichter

Pressestimmen

 »Eine grandiose Erzählung über das Gewicht der Erinnerung, zart und anrührend.«
Ilija Trojanow

»Ich halte Gail Jones für eine der weltweit besten Schriftstellerinnen meiner Generation. Ich sehe in ihrer Arbeit eine Wesensverwandtschaft zu meiner: in ihrem poetischen Umgang mit Sprache, der in dieser Form selten ist; in ihren breiten Interessen an allem, was es in der Welt nur gibt. Gail Jones ist nicht nur eine sehr kluge und neugierige Schriftstellerin, sondern noch dazu eine herausragende und spannende Erzählerin.«
Raoul Schrott

»Ein emotionaler Roman, der den Leser zutiefst berührt ...«
Lesen und Hören

»Gail Jones, 1955 geboren, ist eine der wichtigsten australischen Autorinnen, hier erzählt sie zart und liebevoll über das Gewicht der Erinnerung.«
20 Minuten.ch

» ....fast zärtlich erzählt Gail Jones in diesem Roman, was Menschen miteinander verbindet, was sie trennt.«
Susanne Rikl, kommbuch

»Ein zitat- und bilderreicher Roman (...) voller präzise geschilderter Augenblicke.«
Freya Ricke

 

Textauszug

»Ein Samstag in Sydney ist ein brillantes Werk, gleichermaßen australisch und kosmopolitisch.« Stella Clarke, The Australian

Unvermittelte Freude war heutzutage nicht mehr angesagt. Ganz zu schweigen von der banalen Begeisterung für das berühmte Wahrzeichen einer Stadt. Aber Ellies Herz ging auf wie jene Form, die sich ins Blau hinein entfaltete; sie war erfüllt von kitschigem Entzücken und primitiver Euphorie. Hoch oben hinter ihr verhallte das Geräusch eines Zuges und das Didgeridoo setzte inzwischen kaum noch hörbar sein sanftes Klagen fort. Ein Kind stieß einen spitzen Schrei aus. Eine Fähre legte ab. Von einer anderen Seite kam das Geräusch einer fallenden Gangway, dann die Schritte der von Bord gehenden Passagiere. Irgendwo hinter ihr die Rolling Stones – »Jumping Jack Flash« –, ein blecherner Klingelton. Das jetzt weit entfernte bumm-bumm, bumm-bumm, bumm-bumm und über all dem eine Melodie an Stimmen, die dem Wasser zu entsteigen schien.

 

 

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