Belletristik / Krimi

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Wolfgang Bortlik

Arme Ritter

Roman

Originalveröffentlichung
Gebunden mit Schutzumschlag,
160 Seiten
€ (D) 19,90

ISBN 978-3-89401-789-7

Erschienen Februar 2014
Arme Ritter
Inhalt

Vier verkrachte Bankräuber und ihr Werdegang durch die (Jugend-)Bewegungen der letzten Jahrzehnte – witzig, klug und derb!

1974. Eine junge und politisch heißblütige Vierer-WG überfällt die Kreissparkasse in Glonn, Oberbayern, und erbeutet knapp 40 000 Mark für die »politische Arbeit«. Bis sich die fröhlichen Sozialrebellen geeinigt haben, wie das Geld am besten anzulegen sei, wird es bei der Oma im Keller versteckt – doch dann türmt der Enkel, genannt Rademacher, mit der Beute in die Schweiz, und die Gruppe zerstreut sich. Zwei der anderen aus der Viererbande kommen in den nächsten Jahren durch mysteriöse Unfälle um.

2010. Der ehemalige Musikproduzent und noch ehemaligere Bankräuber Ziegler, politisch längst desillusioniert, verbringt mit seiner neuen Anzeigenbekanntschaft Eva ein hoffnungsvolles Wochenende in Paris,wird überfallen und trifft zufällig ausgerechnet im Krankenhaus auf Rademacher. Beide halten den anderen für einen Mörder, und ihr Aufeinandertreffen ist Anlass für einen schwindelerregenden Rückblick auf fast vierzig Jahre Jugendbewegung in der Schweiz und in Deutschland, die vier Bankräuber immer mittendrin: Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Wolfgang Bortlik, dieser »Nick Hornby auf schweizerisch«, zeigt mit seiner aberwitzigen Schelmenroman-Krimigroteske die Schweiz von einer ganz neuen Seite.

 

Zum Autor
Wolfgang Bortlik
© Melanie Frei

Wolfgang Bortlik, geboren 1952, ist Autor, Kritiker, Übersetzer und Musiker. Wöchentliche Kolumnen und Sportgedichte, Satiren, Rezensionen. Veröffentlichte mehrere Romane in der Edition Nautilus und im Limmat Verlag, mehrere CDs mit Wort und Musik.

Weitere Titel in der Edition Nautilus:
Halbe Hosen
Halbe Hosen (mit CD)
Wurst & Spiele

Pressestimmen

»Als einer der ganz wenigen versteht er es, dieses Gefühl für schnellen und spontanen Humor entstehen zu lassen.«
Junge Welt

»Bortliks präzise Beobachtungsgabe verschont niemanden.
Annette Scharnberg, WoZ

»Auf Wolfgang Bortlik können und wollen wir nicht mehr verzichten. Er bewies: a) Popliteratur ist auch in der weder für ihren Humor noch für ihre Popsensibilität berühmten Schweiz möglich. Und b) mit Popliteratur kann man sogar die Literaturkritik begeistern.«
Adrian Zurbriggen, Basler Zeitung

»Es tut gut, dass mal einer, der popdiskursive Intelligenz mit der pissigen Aggressivität eines Aargauer Manta-Fahrers zu kombinieren weiß, Geschichte vorträgt.«
Loop

»Der Basler Autor mit dem ihm eigenen anarchischen Humor.«
Schweizer Illustrierte

 

 

Textauszug

Jetzt sitzen sie in ihrer Wohngemeinschaft. Rademacher hat Arme Ritter gemacht, das perfekte proletarische Mahl. Zwei, drei Tage altes Weißbrot oder Semmeln in Milch und Ei eingelegt und in Butter gebraten. Danach mit Zimt und Zucker bestreut oder zu Kompott, ein Gericht wie die Revolution, süß und sättigend. Ziegler ist gerade gar nicht mehr so blass wie während des Banküberfalls. Er läuft vielmehr rot an und prustet den eben getrunkenen Schluck Bier wieder aus.

»Was? Genau 38.850 Mark! So viel haben wir uns geholt? Das ist ja der reine Wahnsinn!«

Das Geld haben sie in eine unauffällige Reisetasche umgepackt. Die bringen sie dann in den Keller der Großmutter von Rademacher. Der sagt: »Den benutzt die Oma nimmer, da kommt nie jemand hin, und ich habe den einzigen Schlüssel.«

Zum Download:
Leseprobe: Arme Ritter

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