Autobiografien / Biografien
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James A. Mitchell

Das Walross und die Elefanten

John Lennons revolutionäre Jahre
Biografie

Aus dem amerikanischen Englisch
von Ronald Gutberlet

Deutsche Erstausgabe
Großformat, gebunden mit Schutzumschlag,
224 Seiten plus 24 Seiten Fotos
€ (D) 24,90

ISBN 978-3-89401-816-0

Erschienen Februar 2015
Das Walross und die Elefanten
Inhalt

Wie John Lennon zum Staatsfeind Nr. 1 wurde.

1971 verließ John Lennon London und zog nach New York, um dort nach der Trennung der Beatles als Solokünstler und Produzent zu arbeiten und den Kampf der US-Bürgerrechts- und Antikriegsbewegung zu unterstützen. Er setzte sich öffentlich für diverse soziale Kämpfe ein und wurde schnell zu einer Stimme der Bewegung. Die Nixon-Regierung sah in Lennons Engagement und seinem Einfluss eine Gefahr für ihre Wiederwahl, ließ ihn vom FBI überwachen und versuchte mehrfach, ihn als unerwünschten Ausländer auszuweisen. Gleichzeitig trieb Lennon auch seine musikalische Karriere voran, gab Benefiz- und Solidaritätskonzerte und entdeckte die bis dahin wenig bekannte New Yorker Band Elephant’s Memory, die er zu seiner Begleitband machte und mit der er das Solo-Album Some Time in New York City aufnahm.

James A. Mitchell hat für dieses Buch Interviews mit den Mitgliedern von Elephant’s Memory und anderen Ikonen der 1970er Jahre geführt: u.a. mit der Feministin Gloria Steinem, Mitarbeitern der Nixon-Regierung, Rennie Davis und John Sinclair.

Mehr zum Lesen: Leseprobe Das Walross

 

Zum Autor
James A. Mitchell
© Jennifer Remilong Haydell
James A. Mitchell war Journalist, Armee-Reporter und Redakteur und hat für Zeitungen und Zeitschriften wie Entertainment Weekly, The Humanist, Starlog sowie für CNN gearbeitet, er schrieb zu politischen und Musik-Themen. Zuletzt erschien von ihm But for the Grace: Profiles in Peace from a Nation at War (2009) über Sri Lanka, It Was All Right: Mitch Ryder’s Life in Music (2008), eine Rock-Biografie, sowie Applegate: Freedom of the Press in a Small Town (2002). Er starb am 27. August 2016.
Textauszug

»Natürlich haben wir die Welt verändert – aber wenn man damit anfängt, muss man auch bis zu Ende gehen!« John Lennon

Tried to shake our image just a-cycling through the Village, schrieb Lennon in dem Song »New York City«, der wie viele andere neue Stücke von seiner neuen Heimatstadt inspiriert worden war. Zuerst hatte er mit Yoko Ono im St. Regis Hotel in Midtown gewohnt, bevor sie im Herbst in die Bank Street 105 im westlichen Teil von Greenwich Village einzogen. In dieser Wohnung hatte zuvor Joe Butler, der Schlagzeuger von Lovin’ Spoonful, gelebt. Die heruntergekommene Umgebung passte zu Lennons Haltung: Es herrschte eine bunt gemischte, freiheitliche Atmosphäre, hier trafen Musik, radikale politische Ansichten und Kunst aufeinander, hier wurde auf offener Straße Marihuana geraucht. Zwischen diesem Apartment und dem Anwesen im englischen Tittenhurst, das Lennon verlassen hatte, lagen Welten. Es war noch nicht lange her, dass sich einige Musikkritiker über den Promotion-Film für Imagine lustig gemacht hatten (»imagine no possessions«).Lennon war inzwischen peinlich berührt von seinem Reichtum, der auch eine Folge der Beatlemania war. Den Autoren Peter McCabe und Robert Schonfield, die in jenem Sommer für ihr Buch Apple to the Core über das Ende der Beatles recherchierten, sagte er: »Ich kann doch nicht mehr auf Tournee gehen und noch mehr Geld verdienen. Was soll ich denn damit? Ich hab wirklich genug zu essen.«

Mehr zum Lesen: Leseprobe Das Walross

 

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