Franz Jung

Franz Jung

Die Eroberung der Maschinen


Band 4 der Werkausgabe
Gebunden mit Schutzumschlag, 180 Seiten
€ (D) 18,–

ISBN 978-3-89401-161-1

Die Eroberung der Maschinen
Inhalt
Dieser sehr zugänglich geschriebene Roman Franz Jungs behandelt die mitteldeutschen Märzkämpfe des Jahres 1921, an denen Jung an der Seite von Max Hölz selbst teilgenommen hat. Den Roman, zugleich Modellanalyse wie auch Resümee der revolutionären Bestrebungen, hat Jung im gleichen Jahr im Gefängnis geschrieben. Der Chronik der äußeren Ereignisse folgt im zweiten Teil eine Anatomie ihrer sozialen und vor allem ökonomischen Ursachen. Die Manipulation der Konzerne und der korrupten Gewerkschaftsführung werden verfolgt. Die Organisation der kapitalistischen Produktionsweise wird in ihrer Funktion für die Unterdrückung der revolutionären Arbeiter sichtbar. Und umgekehrt: Die Erscheinungsformen der Konterrevolution werden aus ihrem kapitalistischen Wesen abgeleitet. Der Kampf der Arbeiter um die Eroberung der Maschinen hat die Totalität der kapitalistischen Gesellschaft gegen sich. Durch assoziierende Bildlichkeit stellt Jung den Betrachter in den Mittelpunkt des Erlebens. Die Eroberung der Maschinen ist Zeitroman und utopischer Entwurf zugleich.
Zum Autor
Franz Jung

Franz Jung, 1888 in Neiße, Oberschlesien, geboren. Börsenjournalist, Bohémien, Expressionist, Wirtschaftsanalytiker und revolutionärer Aktivist. Mitarbeiter der Aktion von Franz Pfemfert und des Malik-Verlags; Autor von expressionistischen und sozialkritischen Romanen und Erzählungen, schreibt für Piscator Theaterstücke. Mitinitiator der Dada-Bewegung, Teilnahme an den revolutionären Kämpfen nach 1918 und an der Entführung eines Schiffes nach Rußland. In der frühen Sowjetunion als Organisator der Hungerhilfe sowie im Wirtschaftssektor tätig. Nach 1933 von den Nazis verhaftet, illegale Tätigkeit in Genf, Wien und Budapest. 1944 Flucht nach Italien. 1947 Emigration in die USA, arbeitet in New York und San Francisco als Wirtschaftsjournalist. Ende der fünfziger Jahre Rückkehr nach Europa. 1961 erscheint erstmalig seine Autobiographie. Jung stirbt 1963 in Stuttgart.

Termine
Der Torpedokäfer:
Aus dem abenteuerlichen Leben des Franz Jung.
Szenische Lesung mit Musik und Film
mit Corinna Harfouch, Jörg Pohl, Iris Boss, u.a. 
Berlin | Mittwoch, 22. November, 20 Uhr | | Lesung: Iris Boss und Jörg Pohl | Musik: HF Coltello und Christoph Frenz | Film: Marija Petrovic | Dramaturgie: Hanna Mittelstädt | | Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125 | | Eintritt: € 5,- / ermäßigt 3,-
Stuttgart | Dienstag, 5. Dezember, 20 Uhr | | Lesung: Corinna Harfouch und Jörg Pohl | Musik: HF Coltello und Christoph Frenz | Film: Marija Petrovic | Dramaturgie: Hanna Mittelstädt | | Veranstaltungsort: Theaterhaus Stuttgart, Siemenstr. 11 | | Eintritt 22,- |
Leipzig | Montag, 08. Januar, 19.30 Uhr | | Lesung mit Corinna Harfouch und Jörg Pohl | | Veranstaltungsort: Haus der Buches, Gerichtsweg 28 | | Eintritt: 5,- / ermäßigt 4,-
Berlin | Donnerstag, 11. Januar, 20 Uhr | | Lesung: Iris Boss und Bert Papenfuß | Musik: HF Coltello | Film: Marija Petrovic | Dramaturgie: Hanna Mittelstädt | | Veranstaltungsort: WABE, Danziger Str. 105 | | Eintritt: 10,- / ermäßigt 8,-
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