Politisches Sachbuch

Marta Durán de Huerta

Yo Marcos

Gespräche über die zapatistische Bewegung

Aus dem Spanischen übersetzt von Horst Rosenberger

Deutsche Erstausgabe
Broschur, 128 Seiten
€ (D) 10,–
€ (A) 10,30

ISBN 978-3-89401-380-6

Yo Marcos
Inhalt

Seit 1994 herrscht in Chiapas, Mexiko, Kriegszustand. Die Zapatisten hatten sich bewaffnet erhoben, um ihrer Forderung nach Würde, Freiheit und sozialer Gerechtigkeit Nachdruck zu verleihen. In diesem Buch gibt Marcos Antwort auf die Fragen, die immer wieder gestellt werden. »Wer sind eigentlich diese Zapatisten« wird hier kurz und prägnant beantwortet.

Die Zapatisten haben nach einem jahrelangen Kriegszustand in Chiapas im Frühjahr 2001 den lakandonischen Urwald verlassen und sind nach Mexiko-Stadt gezogen, um dem Parlament ihre Forderungen nach indigener Gleichberechtigung persönlich vorzutragen. Hunderttausende haben ihren Weg gesäumt und sie auf dem Hauptplatz, dem berühmten Zoccalo, erwartet.
Subcomandante Insurgente Marcos, der Mann mit der Wollmaske, der gewählte Sprecher der Zapatisten, hat in Interviews, Ansprachen, Zeitungsartikeln und Erklärungen die Anliegen der indianischen Einwohner Mexikos und ganz Amerikas immer wieder neu formuliert. Er hat dafür einen so nie gelesenen und gehörten Stil der Politik entwickelt. Er spricht und schreibt mit Humor, Sarkasmus und Selbstironie – Eigenschaften, die bei Politikern und Theorieverfassern absoluten Seltenheitswert haben ... In Lateinamerika hat der »Sub« bereits den Mythos eines Che Guevara.

Weitere Titel zum Thema:

Subcomandante Marcos Kassensturz
Botschaften aus dem lakadonischen Urwald
Wind der Veränderung Die Zapatisten und die soziale Bewegung in den Metropolen

Zur Autorin
Marta Durán de Huerta

Marta Durán de Huerta, geboren 1962 in Mexiko-Stadt. Studien der Kultur- und Sozialwissenschaften. Arbeitet als Journalistin, Dozentin und politische Aktivistin in Mexiko. Gehört seit 1994 zu dem Unterstützungsnetzwerk für die Zapatisten. Yo Marcos wurde in etliche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien auf deutsch: Acteal – Weihnachten in der Hölle, Bremen 1999.

Pressestimmen

»Marcos will der Welt, die verständnisbereit ist, erklären, was in Chiapas, dem ärmsten Bundesstaat Mexikos, mit seinen Reichtümern an Öl, Erdgas, Kaffee und Latifundien vorgeht ... Die reiche Wahl seiner literarischen Mittel ist ebenso verblüffend wie oft erschütternd ...«
Hans-Jürgen Schmitt, Frankfurter Rundschau

»Marcos wird die gleiche Bewunderung finden wie einst der jugendliche Che Guevara. Seine Popularität entsteht, genau genommen, aus einem Paradox: Sich verbergend hinter seiner Maskenkluft enthüllt er sich als Individuum mit Neigungen, Träumen und Schwächen.«
Wilfried F. Schoeller, Süddeutsche Zeitung

»Der Zapatismus ist die erste politische Formulierung des 21. Jahrhunderts, ein Samenkorn der Zukunft ...«
M.V. Montalbán

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