Politisches Sachbuch

Arndt Neumann

Kleine geile Firmen

Alternativprojekte zwischen Revolte und Management

Originalveröffentlichung
Broschur, 96 Seiten
€ (D) 10,–
€ (A) 10,30

ISBN 978-3-89401-583-1

Erschienen August 2008
Kleine geile Firmen
Inhalt

»In dieser Stadt sieht man uns überall. Wir bevölkern die Cafés mit unseren Laptops. Und wenn man spätabends an den erleuchteten Fenstern unserer Ladenlokalbüros vorbeigeht, sieht man uns immer noch Design entwerfend hinter den Rechnern sitzen. Wir sind hip, hoch qualifiziert, diffus kreativ und arm. Urbane Penner eben.«
Mercedes Bunz, Stadtmagazin zitty

»Wir leben anders! Wir arbeiten mehr als je zuvor, schaffen bis zu 14 Stunden am Tag, und die Arbeit macht uns bei weitem nicht so kaputt wie die ›nur‹ acht Stunden vorher im Betrieb. Das liegt ganz eindeutig daran, dass uns der Sinn der Arbeit klar ist, dass die weit weniger entfremdet ist.« 1976 veröffentlicht die Arbeiterselbsthilfe Frankfurt dieses Selbstverständnis. Wie viele andere Alternativprojekte dieser Zeit sah sie im selbstbestimmten und kollektiven Arbeiten einen Gegenentwurf zu der Unterordnung in Fabriken und Büros. Ob Landkommunen oder Druckereikollektive, Naturkostläden oder Alternativzeitungen: Durch alltägliche Veränderung sollte die kapitalistische Gesellschaft überwunden werden.
»Wir leben anders!...« 2001 stellt der Trendforscher Matthias Horx das gleiche Zitat dem Managementbuch Smart Capitalism. Das Ende der Ausbeutung voran. Mit der New Economy habe sich eine neue Form des Arbeitens durchgesetzt. Autonomie und unternehmerisches Denken seien kein Widerspruch mehr.
Innerhalb von wenigen Jahrzehnten hat sich die Bedeutung von Autonomie grundlegend gewandelt.
Sind die Erfahrungen der Alternativbewegung auch heute noch ein unverzichtbarer Bestandteil emanzipatorischer Bestrebungen? Was bedeutet es heute, für autonomes und selbstbestimmtes Arbeiten einzutreten? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Buches.

Zum Autor
Arndt Neumann

Arndt Neumann, Jahrgang 1978, arbeitet über soziale Auseinandersetzungen in der Bundesrepublik der 60er und 70er Jahre. Neben seiner Arbeit als Historiker beschäftigt er sich als Aktivist bei Euromayday Hamburg mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen. 

Pressestimmen

»Auf eine Fortsetzung sollte man gespannt sein.«
Ramona Sinclair, Junge Welt

»... Bietet einen … wichtigen Beitrag für die Analyse der gegenwärtigen kapitalistischen Produktionsweise.«
Jonas Füllner, Analyse und Kritik

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